on the road


Nachts auf der Autobahn.

 

Links und rechts nichts als Schwärze: sind da Berge? Oder Hügel? Vielleicht das eine oder andere Haus? Oder Bäume, Felder, Alleen, Wälder?

Vielleicht eine Wüste? Mit hohen Kakteen?

Oder nichts als Dünen? Steine? Sand?

Ein unbeleuchtetes Schloss hinter hohen Gartenmauern, die Türme schwarz - nicht zu sehen im Dunkel der Nacht? Hohe Bäume hinter der Mauer - alles im Dunkel versunken?

  

Wohin führt die Straße - in eine Stadt? Oder noch weiter, in ein karges Land

hinein? An einen Fluss, an einen See, vielleicht an ein Meer?

Es gibt keine Hinweise, keine Wegweiser, keine Orientierung - und keine Landkarte.

 

Weiß ich, wo ich bin?

 

Oder vielleicht endet die Straße abrupt -  taucht plötzlich eine Betonwand auf, so plötzlich, dass jedes Bremsmanöver versagen muss?

Oder ein Abgrund?

Ein schlammiger Feldweg mit tiefen ausgewaschenen Rinnen?

Wer oder was gibt mir die Sicherheit, dass ich da so sorglos in hohem Tempo

dahinrase? Die Straße gerade so weit ausgeleuchtet, dass ich nicht vom Asphaltband abkomme?

 

 Die Größe der Hügel und Berge, der Täler und Ebenen, ihre mächtige dunkle Gestalt - verschwindend klein dagegen die Gestalt im fahrbaren Gerät, das von einer perfekt geformten Metallhaut umspannt ist.

 

Und nichts ist das als eine Fahrt durch die Nacht.

 

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